å

Zurück zur Übersicht

Du 898 | Februar/März 2020

Bruno Manser

Umweltaktivist

 
Abonnieren

ISBN:
978-3-905931-97-6
Preis:
CHF 20.- / EUR 15.-
Status:
an Lager


Probe Lesen

Alberto Venzago
Du bist jetzt einer von ihnen
Mitte der Achtzigerjahre besuchte der Fotograf Alberto Venzago Bruno Manser im Regenwald von Borneo. Auszüge aus seinem Tagebuch.

Bruno Mansers Tagebuch

Along Sega
Rote Wunden überall
Der Penan Along Sega erzählt in diesem Text aus den Achtzigerjahren, welche Folgen die Zerstörung des Regen­waldes für sein Volk hat. 

Kartierung des Penan-Gebietes

Erwin Koch
Was weisst du vom Palisander am Griff deiner Fonduegabel?
Mitte der Neunzigerjahre traf Erwin Koch Bruno Manser in Basel. Er erlebte einen Mann, der von Vortrag zu Vortrag hetzte, der sein Leben dem Schutz des Volkes der Penan und dem Regenwald widmete. Und der die Schweizer an den Ursprung der Dinge erinnern wollte. 

J. Peter Brosius
Leben am anderen Rand des Himmels
Der Anthropologe J. Peter Brosius lebte lange mit den Penan. Er lernte ihre Sprache und ihre Lebensweise kennen, entdeckte eine Welt von Waldgeistern und verbotenen Worten. Und er war dabei, als die Holzfäller begannen, ihre Heimat zu zerstören. 

Ute Noll
Mansers Bildarchiv
Während seiner Zeit bei den Penan machte Bruno Manser Tausende Fotos. Sie dokumentieren das damalige Leben des Nomadenvolkes. 

Christoph Hein
Tot oder versteckt
Ein Jahr nach dem Verschwinden Bruno Mansers im Regenwald von Borneo sprach ein Reporter mit den Menschen vor Ort. Sie hatten verschiedene Theorien über die letzten Tage des Schweizers. 

Niklaus Hilber im Gespräch mit Oliver Prange
Unser System duldet kein anderes an seiner Seite
Der Regisseur Niklaus Hilber hat mit Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes einen eindrücklichen Spielfilm über den Kampf des Schweizers gegen die Zerstörung der Natur gedreht. Vorbereitung und Dreharbeiten waren beschwerlich, ein ganz eigenes Abenteuer. 

  Du 898 | Februar 2020 | Bruno Manser – Umweltaktivist

Bruno Manser

Umweltaktivist

Aus Liebe zur Natur

Von Oliver Prange

Seit dem 25. Mai 2000 gilt Bruno Manser als vermisst. Suchexpedi­tionen blieben erfolglos. Am 10. März 2005 wird er vom Basler Zivilgericht amtlich für verschollen erklärt. Was mit ihm geschehen ist, bleibt ungeklärt. Bruno Manser kämpfte sechzehn Jahre lang für das indigene Volk der Penan und gegen die Zerstörung der Regenwälder im malaysischen Sarawak, ohne daraus einen persönlichen Nutzen zu ziehen. Seine Beharrlichkeit, die Unermüdlichkeit, sein ständiges Scheitern an den Umständen und sein Wiederaufstehen machen ihn zu einem Helden. In dieser Du-Ausgabe erzählen wir noch einmal seine Geschichte und wie ihn Weggefährten und Zeitgenossen gesehen haben. Zum Beispiel der Fotograf Alberto Venzago, der als Forstwirt getarnt Bruno Manser in seinem Urwaldversteck besuchte. Die Reise war nicht ohne Risiko: Manser galt in Malaysia als Staatsfeind. Ausserdem zeigen wir Tagebucheinträge Mansers, die er zwischen 1984 und 1990 im Dschungel schrieb und die er mit grossem Talent illustrierte. Sie sind im Christoph Merian Verlag erschienen. Er hielt darin die Kultur der Penan und deren Engagement für ihren Lebensraum fest. Bis heute führt der Bruno Manser Fonds seinen Einsatz für die Penan und andere Völker tropischer Regenwälder sowie deren Heimat weiter. Derzeit läuft der Spielfilm Bruno Manser – die Stimme des Regenwaldes in den Kinos. Regisseur Niklaus Hilber erzählt in dieser Ausgabe über all die Beschwerlichkeiten, die er im Lauf von zehn Jahren überwinden musste: das Finden der richtigen Dramaturgie, das Aufstellen einer Finanzierung, Sprachbarrieren und Filmarbeiten unter unwirtlichen Bedingungen. Auch er konnte nicht herausfinden, was aus Manser wurde. Es bleibt ein Rätsel, das wir auch nicht in dieser Du-Ausgabe lösen können. Und trotzdem kommen wir einem Mann näher, dessen bedingungsloser Einsatz und dessen Leidenschaft bis heute faszinieren.