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Du 909 | November 2021
Absolut frei – Das Leben des Werner Wollenberger
ISBN:
978-3-907315-08-8
Preis:
CHF 20.- / EUR 15.-

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Inhalt Du 909

Das Volk der Herren

Gabriel Heim
Kennt ihr das Land…
In seiner frühen Jugend musste Werner Wollenberger erleben, was es hiess, in der Schweiz als staatenloser Emigrant geduldet zu sein, denn sein jüdischer Vater Paul hatte nach der Machtergreifung der Nazis in Basel Zuflucht gesucht. Für die Familie begann eine Zeit der Entbehrungen, wurde sie doch über viele Jahre von Behörden drangsaliert und von Ausweisung bedroht.

Der Sündenbock

Die unvermeidliche Geschichte

Emil Steinberger
Meister der Worte
Emil Steinberger erinnert sich in einem Brief an Werner Wollenberger.

Das Wort

Wie entsteht ein Chanson?

Frau Burger

Der Schatten

Psychoanalieschen Müller

Wenn du meinst, die Welt geht unter…

Tagebuchnotizen

Die totale Polizei

Das Echo

Eine ganz und gar verrückte Idee…

Ersatz für Dracula

Thomas Wollenberger
Vater und Sohn
Thomas Wollenberger erinnert sich an die Zeit mit seinem Vater, an ein Leben in absoluter Freiheit.  

Einige Stunden mit Arthur Miller

Hansjörg Schneider
Warum Werner Wollenberger für mich ein guter Dramaturg war
Ohne Werner Wollenberger wäre wahrscheinlich nie ein Stück des Dramatikers und Schriftstellers Hansjörg Schneider aufgeführt worden. In folgendem Text erzählt er, warum. 

Diskussion…

Die Mehrzweckfrau

Dilemma 61

Aufforderung an Erfinder

Das Glück ist grün

Friedrich Dürrenmatt
«Die Worte, die ich spreche, vergehen, indem ich sie spreche»
Trauerrede von Friedrich Dürrenmatt für Werner Wollenberger an der Abdankung im Zürcher Fraumünster am 22. Oktober 1982. 


  Du 909 | November 2021 | Absolut frei – Das Leben des Werner Wollenberger

Absolut frei – Das Leben des Werner Wollenberger

«Wolly»

Von Oliver Prang

Er traf sie alle: Audrey Hepburn, Alfred Hitchcock, Charlie Chaplin, Peter Ustinov, Federico Fellini und viele andere Berühmtheiten seiner Zeit. Werner Wollenberger konzipierte und moderierte die erste deutschsprachige Filmsendung des Schweizer Fernsehens. Aber nicht nur das. Er war Schriftsteller, Publizist, Satiriker und künst­lerischer Berater am Schauspielhaus Zürich. Er lebte von 1927 bis 1982, wurde nur 55 Jahre alt. Doch sein Werk wirkt bis heute nach. Er war Mitautor der Neufassung der Kleinen Niederdorfoper. Er schrieb für das Musical Eusi chlii Stadt das bekannte Stück Mys Dach isch de Himmel vo Züri. Sein Sohn Thomas Wollenberger und dessen Frau Evita Galanou haben die Geschichte von Wolly, wie er von allen genannte wurde, in der vorliegenden Du-Ausgabe aufgearbeitet. Thomas wich seinem Vater kaum von der Seite und hat alles miterlebt. «Mit meinem Vater konnte man Pferde stehlen, aber er war auch der Besinnliche, der Weise, den man immer alles Mögliche und Unmögliche fragen konnte», sagt er. Wolly war eine unermessliche Quelle von Gedanken und Meinungen. In der Familienwohnung im Zürcher Unterengstrin­gen ging es oft hoch her. Menschen kamen und gingen: «Dürrenmatt, Hochhuth, Federspiel, Falk, Scapa, la Milva, Strehler, der Zürcher Stadt­präsident, alle erdenklichen Schweizer Kabarettisten, Lohner, Hör­biger, Weck, Wicki, Dügg, Qualtinger, Hegerová, Ramspeck, Höltschi, Burri und viele mehr.» Der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt hielt Wollenbergers Abdankungsrede. «Werner Wollenberger ist aus der Geschichte des schwei­zerischen Kabaretts nicht wegzudenken.» Diese Du-Ausgabe ist auch im Andenken an Annette Ringier entstanden. Sie war bis zu ihrem Ableben vor zwei Jahren im Wol­lenberger-Stiftungsrat, spielte gar in den 1960er-Jahren in Kabarettproduktionen von ihm als Darstellerin mit. Annette Ringier hat nebst verschiedenen Du-Ausgaben in den letzten Jahren auch dieses Heft initiiert