Du 859 | September 2015
Robert F. Kennedy Stiftung

für Menschenrechte

ISBN:
978-3-905931-55-6
Preis:
CHF 20.- / EUR 15.-

Status:
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Inhalt Du 859

Kerry Kennedy
Speak Truth to Power
Für das Menschenrechtsprojekt Speak Truth to Power ist Kerry Kennedy, die Tochter von Robert F. Kennedy, gemeinsam mit dem Fotografen Eddie Adams um die Welt gereist und hat in mehr als vierzig Ländern Menschen interviewt, die sich gegen Missstände wie Sklaverei, Umweltzerstörung oder Religionsverbote gewehrt haben. 

Christoph A. Karlo
«Die Schweiz hat eine humanitäre Tradition, die mit keinem Land der Erde zu vergleichen ist»
Zufällig lernte der Arzt Christoph A. Karlo die Präsidentin der Robert F. Kennedy Human Rights Foundation, Kerry Kennedy, in New York kennen. Und dabei wurde ihm klar: Wohin passt die Idee dieser Initiative besser als in die Schweiz?

RFK Human Rights
Das Leben von Robert F. Kennedy
«Ich war das siebte von neun Kindern», so Robert F. Kennedy, «und wenn man von so weit unten kommt, muss man kämpfen, um zu überleben.»

Nan Richardson | Bilder: Eddie Adams 
Speak Truth to Power – Sag den Mächtigen die Wahrheit
Eddie Adams, der Fotograf von Speak Truth to Power, war einer der wirkungsmächtigsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Juliana Dogbadzi
Selbstporträt einer Frau, die sich gegen die Sklaverei aufgelehnt hat.

Kailash Satyarthi
Selbstporträt der indischen Leitfigur für die Abschaffung der Kinderarbeit.

Bill Kouwenhoven | Bilder: Lucia Zanier
Behind the Scenes of Power
Der Schweizer Fotograf Luca Zanier schaut hinter die Fassaden der Macht und zeigt Räume, in denen politische und wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden, die uns alle betreffen.

Marina Pisklakova
Selbstporträt der führenden Frauenaktivistin Russlands.

Kek Galabru
Selbstporträt der kambodschanischen Friedenskämpferin.

Wangari Maathai
Selbstporträt der Umweltaktivistin aus Kenia.

Tawakkol Karman
Auszüge aus der Rede der Friedensnobelpreisträgerin aus Jemen von 2011 in Stockholm.

Shirin Ebadi
Auszüge aus der Rede der Friedensnobelpreisträgerin aus dem Iran von 2003 in Stockholm.

Lucas Benitez
Selbstporträt des Kämpfers gegen die Ausbeutung der Farmarbeiter in den USA.

Bilder und Text: Paolo Pellegrin
As I Was Dying
Wer in Kriegsgebieten fotografiert, ist immer dem Tod nah – wie Paolo Pellegrin berichtet, einer der engagiertesten Fotografen der Gegenwart.

Ursula Brunner
Selbstporträt der Schweizer Pionierin des fairen Handels.

Carl Lutz
Selbstporträt des Schweizer Konsuls in Ungarn, der im Zweiten Weltkrieg mit seinem Engagement zahlreichen Menschen das Leben gerettet hat.

Frank William La Rue
Selbstporträt des Menschenrechtsaktivisten aus Guatemala.

Christoph Good
Die Schweiz und die Menschenrechte – ein kurzer historischer Abriss
Die Verantwortung für die Durchsetzung der Menschenrechte ist auch in der Schweiz kein Monopol des Staats, sondern speist sich aus dem Dialog zwischen Bevölkerung und Staat.

Helen Keller im Gespräch mit Christoph Good
«Wir ziehen keine abstrakten Grenzen»
2014 war das Vierzig-Jahr-Jubiläum der Ratifikation der Europäischen Menschenrechtskonvention. Helen Keller, Schweizer Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, gibt Auskunft zum Status quo in der Schweiz.

Sandra Hutterli
Menschenrechtsbildung: eine gemeinsame Verantwortung
Die Initiative Speak Truth to Power engagiert sich mit ihrer Aufklärungsarbeit auch in der Schweiz genau dort, wo zivilisierter Umgang methodisch erlernt wird: in den Kindergärten und Schulen.

Dominik Locher und Miriam Walther Kohn im Gespräch mit Oliver Prange
«Das Theater kann ein utopischer Ort sein»
Der weltberühmte Theaterautor Ariel Dorfman schrieb für die Robert F. Kennedy Stiftung für Menschenrechte das Stück Voices from Beyond the Dark, das verschiedenen Menschenrechtsaktivisten eine öffentliche Stimme gibt. Jetzt hat es zum ersten Mal Premiere in der Schweiz.

Guido Baumgartner im Gespräch mit Oliver Prange
Speak Truth to Power
Eine Fotografie-Ausstellung zum Thema Macht und Menschenrechte mit Bildern von Eddie Adams, Luca Zanier und Paolo Pellegrin, kuratiert von Guido Baumgartner: 30. August bis 8. November 2015 / IG Halle Rapperswil.


  Du 859 | September 2015 | Robert F. Kennedy Stiftung – für Menschenrechte

Robert F. Kennedy Stiftung

für Menschenrechte

Robert F. Kennedy (RFK) war der jüngste Justizminister der USA, und zwar während der Präsidentschaft seines älteren Bruders John F. Kennedy. Nach dessen Ermordung 1963 wurde er im darauffolgenden Jahr Senatsmitglied des Bundesstaates New York mit guten Chancen, selbst Präsident zu werden. Aber er wurde 1968 ermordet. Zeit seines Lebens war RFK ein Kämpfer gegen Armut, Rassenungleich­heit, für Frieden und Menschenrechte. Er und seine Witwe Ethel Kennedy haben elf Kinder, neun sind noch am Leben. Sie tragen die Ideale ihres Vaters weiter, auch durch das Robert F. Kennedy Center for Justice and Human Rights, das nach dem Tod des Vaters gegründet wurde. Du durfte am 16. Dezember 2014 an der glamourösen Benefiz-­Gala im New Yorker Hilton-Hotel teilnehmen, um einige der wichtigsten Menschenrechtskämpfer zu treffen. Unter den über tausend Gästen waren auch Hillary Clinton und Robert De Niro. Wir erhielten fünfzehn Minuten Zeit, um die Familie Kennedy vor der Show für ein Interview zu treffen. Der Grund dafür ist die Gründung der Robert F. Kennedy Human Rights Foundation Switzerland Anfang 2015. Es geht darum, «Schweizer Schülern Zugang zu einer hochwertigen und neuartigen Form von Menschenrechtsbildung zu offerieren, zumal die Schweiz eine humanitäre Tradition hat, und eine Generation von Menschenrechtlern auszubilden», wie Stiftungsratspräsident Christoph A. Karlo sagt. Karlo ist begeistert vom Mut bedeutender Menschenrechtler. Juliana Dogbadzi wurde als kleines Kind in Ghana versklavt und von einem «heiligen» Mann in einem Tempel für sexuelle Dienste missbraucht. Sie konnte fliehen und kämpfte gegen diesen Brauch, der 1999 dank ihr verboten wurde. Kailash Satyarthi ist Indiens Leitfigur für die Abschaffung der Kinderarbeit in überfüllten, schmutzigen und isolierten Fabriken. Seit 1980 hat er in Indien über 75 000 Kinder befreit, die zur Arbeit gezwungen oder versklavt wurden. 2014 erhielt er für seine Arbeit den Friedensnobelpreis. Marina Pis­kla­kova ist Russlands führende Frauenrechtsaktivistin. Dank ihren Bemühungen begannen russische Beamte, häusliche Gewalt zu verfolgen. Die Polizisten schätzten, dass in einem einzigen Jahr bis zu 15 000 Frauen getötet und 50 000 Frauen hospitalisiert wurden. Kek Galabru aus Kambodscha trug massgeblich zu Friedensverhandlungen zwischen verfeindeten Parteien bei und unterstützt Folteropfer, Kinder und Frauen. Wangari Maathai, Kenias verstorbene Umweltschützerin und Frauenrechtsvertreterin, verteilte Keimlinge an Bäue­rinnen. Heute sind dank dieser Initiative über fünfzehn Millionen Bäume gepflanzt und allein in Kenia für 80 000 Menschen Einkommen geschaffen worden. Tawakkol Karman, Journalistin in Jemen, setzt sich für Sicherheit und Rechte von Frauen ein. Shirin Ebadi stärkt im Iran Rechte von Frauen und Kindern sowie Personen, die wegen angeblicher politischer Vergehen angeklagt werden. Lucas Benitez, Farmarbeiter in Florida, wurde zu einem Anführer im Kampf um die Beendigung der Sklavenarbeit, des Menschenhandels und der Ausbeutung in der US-amerikanischen Landwirtschaft. Aber auch Schweizer haben Verdienste auf dem Gebiet der Menschenrechte. Carl Robert Lutz war ein Schweizer Diplomat, der die grösste Rettungsaktion von Juden während des Zweiten Weltkriegs durchführte. Zusammen mit Widerstandskämpfern gelang es ihm, 62 000 ungarische Juden zu retten. Dank ihm überlebte die Hälfte der jüdischen Bevölkerung von Budapest während des Holo­causts und wurde nicht in die Vernichtungslager der Nazis deportiert. Ursula Brunner, bekannt als Bananenfrau, setzt sich seit Jahrzehnten für den gerechten Handel mit Bananen und anderen Produkten aus Entwicklungsländern ein, indem sie die sozialen und ökologischen Missstände im Bananenanbau in Zentralamerika thematisiert. Die RFK Human Rights Foundation Switzerland arbeitet mit der Universität Zürich zusammen und will Hollywoodstars in die Schweiz bringen, die die Geschichten der Menschenrechtskämpfer darstellen. Wer mehr darüber erfahren und sich informieren möchte: www.rfkhumanrights.ch.