Régine Bonnefoit
Peter Nobel und Friedrich Dürrenmatt
Die erste Begegnung zwischen Friedrich Dürrenmatt und Peter Nobel ereignete sich im Jahr 1985, nachdem sich der Schriftsteller entschieden hatte, seinen Kriminalroman Justiz in 13 Folgen im Stern zu publizieren.
Markus Kaempf
Zu Ehren von Peter Nobel
Markus Kaempf hielt die Trauerrede zu Ehren von Peter Nobel am 17. Juni 2026 in der Zürcher Stadtkirche St. Peter.
Annette Nobel im Gespräch mit Oliver Prange
«Sie erzählten sich lustige Geschichten»
Annette und Peter Nobel lernten sich beim Studium an der Hochschule St. Gallen (heute Universität St. Gallen) kennen. Im Interview erzählt Annette Nobel, wie sie die Beziehung ihres Mannes zu Friedrich Dürrenmatt erlebte.
Peter Nobel
Auch Juristen haben ein Recht, zu ihrem Recht zu kommen
Peter Nobel war der Anwalt Dürrenmatts seit dem Jahr 1985, als der Stern beim Vorabdruck des Romans Justiz willkürlich Helvetismen streichen wollte. Daneben war Peter Nobel bis zu Dürrenmatts Tod 1990 auch dessen Sparringspartner für viele Lebenslagen und Augenzeuge historischer Augenblicke wie der berühmten «Gefängnis»-Rede in Rüschlikon. Als einschlägig gebildeter Leser sorgt Peter Nobel für sachdienliche Hinweise in den vertrackten Konstruktionen Dürrenmatts zwischen Recht und Unrecht.
Peter Nobel
Das Wirkliche. Ein Sonderfall des Möglichen
Mit Justiz schuf Friedrich Dürrenmatt ein herausragendes Verwirrspiel über Recht und Unrecht, Realität und Illusion. Und lieferte ganz nebenbei kurze und feine Reflexionen über die Schweiz.
Luc Ciompi
Im Labyrinth der Seele
Weltallbilder mit explodierenden Sonnen, suizidale Banker, bizarre Variationen des Turmbaus zu Babel, wütende Todesengel – was ist das für ein Mensch, der solche Bilder malt? Ein Fachmann der Seele schaut genauer hin und findet überraschende Einsichten in die Seelenlandschaft des erklärten Materialisten Friedrich Dürrenmatt.
Ulrich Weber
Play it again, Fritz!
Nachdem Dürrenmatt Ende der Sechzigerjahre einen Herzinfarkt erlitten hat, begibt er sich mit dem Stoffe-Projekt auf das Terrain des autobiografischen Schreibens.
Rudolf Käser
Kosmos und Katastrophe
Fantastischer Visionär und zugleich radikaler Verfechter der naturwissenschaftlichen Erkenntnis: Für Dürrenmatt ist der Weltraum einerseits ein streng astronomischer Forschungsgegenstand, den er lebenslang mit Teleskop und Tabellen erkundet. Und anderseits ein unendliches Materialfeld für seine künstlerischen Schlachten der Untergangs- und Katastrophenmetaphern.
Friedrich Dürrenmatt
Minotaurus
Ulrich Weber
Gedankenapotheose – «Das Hirn»
Wie entsteht unsere Wirklichkeit? Friedrich Dürrenmatt versuchte in seiner Fiktion Das Hirn Antworten auf diese Frage zu finden. Ein Besuch in Polen zog allerdings eine Überarbeitung seiner ersten Version nach sich.
Andreas Mauz
Beulen des Zweifels
Fragen zur Religion, zum Glauben und zu seinem Verhältnis zum Wissen, zu Ideologie und Wissenschaft durchziehen Friedrich Dürrenmatts Werk von Beginn an. Er misstraute dem religiösen Zugang zur Welt und bewunderte ihn zugleich. Und über allem steht die Frage, was der Glaube mit dem einzelnen Menschen macht.
Christine Weder
Fett und fetter
Viele Figuren Friedrich Dürrenmatts besitzen ausserordent-liche Körperformen. Vernarbt, überdimensioniert, unansehnlich, tiergleich. Er spielte mit grotesken Verzerrungen. Das hat mehrere Gründe.
