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Die Zukunft der Kunst

Erscheint am: 27.5.2009
Ausgabe Nr: 797
Juni 2009

ISBN: 9783905852165

Preis: Sfr. 20.-

Preis: Euro 15.-
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Thema
Zukunft der Kunst – Iwan Wirth, Thaddaeus Ropac, Olivier Bélot
und David Claerbout befragt von Julian Schütt

«Es wird zahlreiche persönliche Dramen geben»
Der Video-Künstler David Claerbout und die Galeristen Iwan Wirth, Thaddaeus Ropac und Olivier Bélot sagen vor Beginn der Art Basel, welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf den internationalen Kunstbetrieb hat. Welches sind die wichtigsten Tendenzen? Was kommt? Was bleibt? Was verschwindet?

Sammler – Susan und Michael Hort im Gespräch mit Sacha Verna
«Sammeln ist wie Kokain»
Wer von Susan und Michael Hort nach Manhattan zum Brunch geladen wird, ist endgültig im inter nationalen Kunstbetrieb angekommen. Die Horts zählen zu den bedeutendsten Sammlern zeitgenössischer Kunst, ihr Geschmack gilt als wegweisend.

Art Basel – Ilona Genoni
Vom Matterhornstübli nach Miami
Die Gründung der Art Basel 1970 war ein wichtiges Ereignis für die neuere Kunstgeschichte. Über die Hintergründe zur bedeutendsten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst ist jedoch wenig bekannt. Eine «oral history».

Fotografie – Albert Kuhn
Fotografen am Rande der dritten Dimension
Warum die USA, das meistfotografierte Land der Welt, und seine Ikonen und Landschaften noch einmal fotografieren? Zwei junge Schweizer Fotografen erwecken gerade deshalb Aufsehen, weil sie einen Ausweg aus der Falle der US-Bilderfluten gefunden haben.

Analyse – Walter Grasskamp im Gespräch mit Brigitte Ulmer
«Kunst hat ihre eigene Warenästhetik»
Kommt mit der Kunstkrise eine neue Kunst? Was unterscheidet sie noch von Design und den populären Medien? Antworten und noch mehr Fragen von einem profunden Kenner des Kunstbetriebs.

Szene – Sarah Thornton
«Vielleicht haben sie eine romantischere Geschichte erwartet»
Atelierbesuch bei Takashi Murakami. Er produziert neben Kunst auch Merchandising-Artikel, organisiert Messen und arbeitet für die Mode-, TV- und Musikindustrie. Damit ebnet Murakami die letzten Unterschiede zwischen Kunst und Luxus, Hoch- und Popkultur, Ost und West ein.

Kunstschaffende – Oliver Tepel
Auf der Suche nach den Rebellen
Fern der populären Vorstellungen von «Rebellion» schreibt eine neue Generation von Kunstschaffenden die romantische Idee des Künstlers fort. Sie entwickeln neue Ausdrucksformen, welche die Klischees und Selbstverständlichkeiten des aktuellen Kunstbetriebs in Frage stellen.

Trend – Gianni Jetzer im Gespräch mit David Signer
Die Kunst besinnt sich auf sich selbst
Der Kurator des Swiss Institute in New York erklärt, warum es in der Kunst keine Megatrends mehr gibt, weshalb im Museum übernachten out ist und welche Künstler in den 1990er-Jahren stecken geblieben sind und welche nicht.

Horizonte
Brigitte Ulmer
Universum Giacometti
Alberto Giacometti (1901–1966) suchte zeitlebens nach der adäquaten Darstellung der eigenen Wahrnehmung. Wie sehr ihm dabei seine Familie Orientierung und Inspiration bot, zeigt die Fondation Beyeler in einer gross angelegten Retrospektive. Sie lädt zur Spurensuche im Universum Giacometti ein – und zur Familienzusammenkunft.

Bruno Giacometti im Gespräch mit Ulf Küster
«Er suchte, dass die Figur den eigenen Raum beherrscht»
Der Architekt Bruno Giacometti, geboren 1907, erinnert sich. Anekdoten aus dem Leben der Künstlerfamilie im Bergell, wie er für Alberto mit Mädchen tanzen musste und weshalb führende Zürcher Künstler Picasso verschmähten.

Familienbilder
«Amarcord» im Bergell
Alberto Giacometti bezog seine Schaffenskraft aus seiner Familie. Aus privaten Fotoalben von Ottilia Giacometti und Silvio Berthoud zeigen wir zum Teil unveröffentlichte Bilder.

Ulf Küster
Monumentalität contra Gigantismus
Alberto Giacometti hat auf sein Umfeld stärker reagiert als bisher angenommen. Dies zeigt seine geplante Arbeit für die Schweizer Landesausstellung 1939: Seine Kleinstfiguren gefährdeten auch den Gigantismus der damaligen Zeit.

Jean Clair im Gespräch mit Stefan Zweifel
Umsphinxt: Giacometti und die vier Frauen
Die Skizzen und Entwürfe zu Alberto Giacomettis Schlüsseltext zeigen eine unbekannte Seite des Künstlers: Blätter rund um Obsessionen von Spinnen, Bordellbesuchen, Träumen und Tod, die eher an de Sade als an Sartre erinnern.

Hugo Weber
Erinnerungen an Alberto Giacometti
1962 notierte der Basler Künstler Hugo Weber für Du seine Erinnerungen an Begegnungen mit Alberto Giacometti. Webers Artikel erreichte die Redaktion zu spät und wurde im deutschsprachigen Raum nie publiziert. Bis heute.

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